Sharing an important statement from the Native American Association of Germany – “Soll Winnetou abgeschafft werden?” (In Deutsch)

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Bitte lesen Sie die vollständige Erklärung auf ihrer Website, die ich mit dieser zusätzlichen Anerkennung voll unterstütze: In Deutschland bezieht sich der Begriff “Natives” zwar in erster Linie auf die Native Nordamerikaner, insbesondere auf die Plains Nations, aber auch auf alle indigenen Gruppen in “Amerikas”. Eine von den Europäern geschaffene und durchgesetzte Bezeichnung, die die Namen der Kontinente durch ihre tatsächlichen Originalbewohner, die Natives, die immer noch hier sind, ignoriert.

Please read the full statement on their website, which I fully endorse with this additional acknowledgement: In Germany, while the term “Native” refers primarily to Native North Americans, especially the Plains Nations, it also refers to all indigenous groups in “the Americas.” A term created and enforced by Europeans that ignores the names of the continents by their actual original inhabitants, the Natives, who are still here. The NAAoG statement will be translated to English in the next days.

The protests and demand for removal and banning of the term “squ*w began decades ago in North America, supported by many Native nations, peoples, non-Natives and objective researchers on the etymology of the term, its origin, historic and contemporary usage, which was deemed racist, sexist exploitive and reductive.

“The word itself is a constant reminder of the unjust treatment of the Native people, of the Washoe people,” said Darrel Cruz of the Washoe Tribe Historic Preservation Office. “It’s a constant reminder of those time periods when it was not good for us. It’s a term that was inflicted upon us by somebody else and we don’t agree with it.”

On state and local level, and now on national levels supported by Senator Debbie Haaland (Navajo/Diné), President Biden and many, many others who wish to the end of any sexualized derogatory terms for Native women, who continue to suffer sexual assault and rape higher than any other demographic group, with over 90% of the perpetrators being non-Native men.

RAVENSBURGER WAS FULLY MADE AWARE OF THIS AND OTHER OFFENSIVE PRACTICES AND TERMS FOR YEARS. THEY DELIBERATELY CHOSE TO CONTINUE PRODUCTION THIS YEAR AND ONLY AFTER PROTEST ISSUED A NON-APOLOGY, WHICH HAS GENERATED ANGRY BACKLASH DUE TO WIDESPREAD DELIBERATE MISINFORMATION CIRCULATED BY GERMAN MEDIA.



von Carmen Kwasny (Vorsitzende):

“Am 23.08.2022 fing morgens das Telefon an zu klingeln und hörte bis in die Abendstunden hinein nicht mehr auf. Parallel dazu landeten weitere Interviewanfragen in unserem E-Mail-Postfach. Was war geschehen?

Der Ravensburger Verlag hatte zwei Bücher vom Markt genommen. Beide tragen den Titel “Der junge Häuptling Winnetou”. Die Untertitel lauten: “Das Buch zum Film” und “Das Erstlesebuch zum Film”. Auf Instagram hatte der Verlag seine Entscheidung begründet:

“Wir haben die vielen negativen Rückmeldungen zu unserem Buch „Der junge Häuptling Winnetou“ verfolgt und wir haben heute entschieden, die Auslieferung der Titel zu stoppen und sie aus dem Programm zu nehmen.

Wir danken Euch für Eure Kritik. Euer Feedback hat uns deutlich gezeigt, dass wir mit den Winnetou-Titeln die Gefühle anderer verletzt haben. Das war nie unsere Absicht und das ist auch nicht mit unseren Ravensburger Werten zu vereinbaren. …”

Aus der Formulierung “dass wir mit den Winnetou-Titeln die Gefühle anderer verletzt haben” entstand über Nacht ein neues Konstrukt, obwohl doch klar sein sollte, dass es sich hier ausschließlich um die beiden Bücher zum Film „Der junge Häuptling Winnetou“ handelt. Auf einmal stand die Forderung nach einem Verbot der Karl May Bücher und der alten Winnetou-Filme im Raum und ein Aufschrei von gewaltigen Ausmaßen ging, von etlichen Medien noch gründlich angefeuert, durch die Bevölkerung.

Hat unsere Organisation, die Native American Association of Germany, dies jemals gefordert?

Nein. Ganz nach unserem Motto “Building Bridges – Connecting People” (“Brücken bauen und die Menschen miteinander verbinden”) leisten wir Aufklärungsarbeit über schädigende, stereotype Vorstellungen und vermitteln Kontakte zu Native Americans. Und genau das habe ich an dem Tag getan, als das Telefon nicht mehr still stand.

Die Medien waren auf der Suche nach Native Americans in Deutschland, die ein Interview geben könnten und zwar “heute noch” und “in deutscher Sprache”. Ich nannte ihnen drei Native Americans, die in Deutschland leben und sich zu ähnlichen Themen bereits in der Vergangenheit geäußert hatten: Kendall Old Elk, Red Haircrow und Tyrone White, der fließend deutsch spricht. Zwischendurch nahm ich kurz Kontakt zu ihnen auf, um zu klären, ob sie für Interviews zur Verfügung stünden. Sie sind keine Mitglieder der Native American Association of Germany e.V.”

Interview Red Haircrow: “Das Problem an #Winnetou: Ein Psychologe über #Rassismus und die deutsche Obsession mit dem Wilden Westen” – @Tagesspiegel

Neu bei @sternde: “Mitglied der Chiricahua Apache/Cherokee verurteilt Neuauflage von Winnetou: “Hier geht es um Geldmacherei” #ForgetWinnetou

Viele Native Americans, die Deutschland bereisen oder hier wohnen, wissen, dass Karl May mit seinen Winnetou-Geschichten, auf den ersten Blick betrachtet, ein eher positives Bild geschaffen hat.

Sie haben jedoch die Bücher nicht gelesen und kennen auch nicht die brisanten Details. “Mir wurde von Deutschen sehr viel Wertschätzung entgegen gebracht.” ist ein Satz, den ich im Laufe der vielen Jahre oft von Native Americans gehört habe. Doch diese Bewunderung hat einen entscheidenden Haken, denn sie schlägt bei etlichen deutschen “Fans” ins absolute Gegenteil um, sobald Native Americans nicht die gängige stereotype Vorstellung erfüllen. Dies ist erneut im Zusammenhang mit den Diskussionen über den neuen Film und die Entscheidung des Ravensburger Verlags geschehen. Ich werde noch mehr dazu schreiben, sobald ich die Zeit hatte, mich mit den Native Americans, die Interviewanfragen beantwortet haben, auszutauschen. Seit vielen Jahren hören wir immer wieder und wieder die selben Kommentare, sobald Native Americans es wagen, etwas zu kritisieren, was deutschen Bürgern lieb und teuer ist und was sie verteidigen, als ginge es um ihr Leben. Und was ist mit den Rechten der Bürger der unterschiedlichen indigenen Nationen?

Mittlerweile gibt es neue Schlagzeilen zu diesem Thema:

“Eine Minderheit versucht der Mehrheit zu diktieren, was sie zu lesen habe.” Und es sei “ein kulturelles Sakrileg” die “Verbreitung der Karl May Bücher zu unterbinden”.Bitte lesen Sie die vollständige Erklärung auf ihrer Website.